FAQ DVB-T2 HD – Ratgeber und Antworten – Glossar

FAQ

In Deutschland steht eine große Wende im Bereich des Fernsehens zum Endes des Monats März an: das DVB-T Format wird langsam aber sicher abgeschaltet und durch die neuen Formate DVB-T2 und DVB-T2 HD ersetzt.

Für den Kunden bedeutet das ein der Regel, dass er mit seinen alten Geräten und Fernsehern das neue Format nicht empfangen kann.

Aller Fragen und Antworten zu diesen neuen Anschlüssen sind im folgenden Artikel für Sie zusammengefasst.

 

Was genau ist das neue Format DVB-T2 HD?

Bei diesem Format handelt es sich um eine Weiterentwicklung des herkömmliche DVB-T. Bis jetzt ist dieses Format nämlich das einzige, mit dem in Deutschland keine HD-Kanäle empfangen werden.

Das liegt daran, dass die Bandbreite des Antennenanschlusses nicht für die Übertragung dieser hochauflösenden Daten reicht. Mit dem neuen HD-Format können Kunden auf ihren Geräten Kanäle in HD genießen.

Welche Vorteile bietet das neue Format?

Mit DVB-T2 können Kunden noch endlich hochauflösende Kanäle mit der Antenne empfangen. Das neue Format bietet dabei sogar eine bessere Qualität im Vergleich zum Empfang mit dem Satelliten und über Kabel. Wer früher einige private Sender nicht sehen konnte, hat dieses Problem mit der Umstellung nicht mehr.

Nun können alle privaten Sender wieder frei empfangen werden, allerdings muss der Kunde für die HD-Varianten bezahlen. Wer seine alte Antenne weiter benutzen möchte, kann dies tun, braucht allerdings einen neuen Receiver oder einen neuen Fernseher.

Welche Nachteile kommen mit dem neuen Format?

Die Umstellung auf das neue Format ist für den Kunden leider mit einigen Kosten verbunden.

So müssen Benutzer entweder ihren alten Fernseher aufrüsten, einen neuen Receiver oder einen neuen Fernseher kaufen, der das neue Format empfangen kann.

Wer mehrere Geräte hat, muss dementsprechend auch alle Geräte erneuern. Die meisten neuen Fernseher verfügen bereits über einen integrierten Receiver, der das neue HD-Format empfangen kann.

Außerdem kommen weiterhin Kosten für die privaten Sender hinzu. Wer diese sehen möchte, kann zuerst ein drei-monatiges Gratis-Abo abschließen. Aus diesem kostenlosen Abonnement wird nach den drei Monaten ein Ein-Jahres Vertrag für rund 70 Euro. Die Möglichkeit, nur die kostenlosen Kanäle zu sehen, wird in Zukunft wegfallen, sodass nur noch die HD-Sender verfügbar sind.

Wer diese kostenpflichtigen Sende benutzen möchte, benötigt auch ein Decodermodul für den Receiver, was mit ca. 80 Euro zu den Kosten schlägt.

Wer ist von dieser Umstellung betroffen?

Betroffen sind alle Nutzer, die Fernsehen über Antenne empfangen. Nutzer von Satelliten- oder Kabelfernsehen sind von der Umstellung nicht betroffen. Die Umstellung wird ab dem 29. März beginnen und voraussichtlich bis Mitte 2019 andauern. Vor allem ländliche Regionen erhalten das neue Format erst viel später.

Zur Zeit ist viel Werbung im Umlauf, die Kunden verunsichert und diese zum Kauf eines neuen Receiver zwingt. Dies ist nicht unbedingt notwendig, die Anschaffung kann auch erst nach der Umstellung erfolgen. Ein neuer Receiver ist allerdings rückwärtskompatibel und kann auch die alte Version des Formates anzeigen.

Es ist ratsam, mit dem Erwerb der Geräte zu warten, da die Preise für Receiver und Fernseher in der Regel etwas sinken werden. Im Internet kann eingesehen werden, wann genau für den eigenen Ort die Umstellung stattfindet.

In welchen Städten und Regionen ist die Umstellung bereits erfolgt?

Schon vor einigen Monaten hat eine Testphase begonnen, in der ausgewählte Sender wie ZDF, RTL und ProSieben in größeren Städten schon verfügbar waren.

Dazu zählen Städte wie Nürnberg, Berlin, München oder Stuttgart. Diese Regionen sind von der Umstellung sofort betroffen, d.h. am Tag der Umstellung kann das alte Format nicht mehr genutzt werden.

In einigen Bereichen wird das alte Format noch bis zu drei Monaten nutzbar sein, erst danach wird vollständig auf das neue Signal umgeschaltet.

Wann kann das komplette Sonderprogramm eingesehen werden?

Zur Zweit werden in der Testphase nur die „großen“ Sender ausgestrahlt, nach dem Tag der Umstellung folgen dann auch alle weiteren Sender.

Da die Umstellung in den kleineren Städten und Regionen etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, werden dort die meisten Sender erst später zur Verfügung stehen.

Das alte Format kann in einigen Ballungsräumen weiterhin benutzt werden, wird aber zur Mitte 2019 vollständig abgeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch der Empfang der HD-Kanäle möglich.

Wie verhalten sich Nutzer nach der Umstellung, die noch kein neues Gerät erworben haben?

Nach der Umstellung kann mit einem alten Gerät das neue Format nicht empfangen werden. Die einzige Möglichkeit, wieder fernsehen zu können, ist der Kauf eines neuen Fernsehers oder Receivers.

Was benötigt man zum Empfang des neuen Formates?

In der Regel benötigen Kunden nun entweder einen neuen Fernseher oder einen neuen Receiver.

Die meisten neuen Fernseher verfügen über einen integrierte Receiver für das neue Format, damit muss kein zusätzlicher Receiver erworben werden.

Wer jedoch seinen alten Fernseher behalten möchte, muss sich einen geeigneten Receiver kaufen. Technisch gesehen spricht nichts gegen die vorzeitige Aufrüstung, da diese Geräte abwärtskompatibel sind. Auch bis zur Einführung des neuen Formates können die neuen Geräte das alte Format noch anzeigen.

Wie ändert sich die Bildqualität?

Die Qualität der privaten und öffentlich-rechtlichen Sender verbessert sich auf HD-Qualität. Die öffentlichen Sender werden wie bisher unverschlüsselt und kostenfrei zu empfangen sein.

Allerdings ändert sich diese Eigenschaft bei den privaten Sendern. Da diese nun nur noch in HD-Qualität empfangen werden können, müssen Kunden für die meisten nun ein Abo abschließen.

Private Sender in normaler Qualität wird es dann nicht mehr geben. Für die Nutzung des Abos benötigt man einen Receiver, der die verschlüsselten Daten entsprechend entschlüsseln kann.

Wie funktioniert das Abonnement für die Privatsender?

Der Arbeiter dieses Abonnements ist Freenet TV. Bei diesem Anbieter können Kunden einen Vertrag für ein Jahr für knapp 70 Euro abschließen und empfangen dabei alle privaten Sender in optimaler HD-Qualität.

Jedem Kunden steht dabei eine drei-monatige Testphase zur Verfügung, die vor Ablauf gekündigt werden kann. Für die Nutzung des Abos wird eine Internetgeschwindigkeit von mindestens 4 Mbit/s empfohlen.

Außerdem benötigen Kunden für den Empfang und die Entschlüsselung dieser Daten einen Receiver mit einem integrierten Decoder oder ein CI+-Modul.

Das Modul kostet ungefähr 80 Euro, die Receiver mit Decoder sind in der Regel teuerer, als die einfachen Receiver. Oft gibt es auch USB-Sticks, mit denen das neue Format empfangen werden kann. Alle Informationen über Freenet TV gibt es auch in diesem ausführlichen Artikel

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