„Best of Amazon Prime Video“: Die Fachzeitschrift Cinema bringt ein Sonderheft heraus

Die verschiedenen Streaminganbieter sind traditionell etwas zurückhaltend, wenn es darum geht, die exakte Anzahl an verfügbaren Filmen und Serien zu benennen.

Bei Amazon Prime Video sollen aber mehr als 20.000 verschiedene Formate abgerufen werden können. Aus diesem Angebot die interessantesten Filme und Serien herauszufiltern ist gar nicht so einfach.

Zwar haben die Anbieter in der Regel ein automatisiertes Empfehlungsprogramm integriert. Dabei wertet ein Algorithmus die bisher geschauten Inhalte aus und gibt auf dieser Basis Tipps für ähnlich angelegte Filme und Serien. Dies funktioniert aber nur wirklich zuverlässig, wenn bereits eine signifikante Zahl an Inhalten konsumiert wurde.

Die hundert besten Filme, Serien und Dokumentationen werden beleuchtet

Für Einsteiger und Leute, die lieber auf menschliche Expertise statt auf Algorithmen vertrauen, gibt es nun eine Alternative: Die Fachzeitschrift Cinema hat ein Sonderheft veröffentlicht, was sich nur mit den auf Amazon Prime Video verfügbaren Inhalten beschäftigt.

Die Redakteure dort haben sich also durch das komplette Angebot gekämpft und unter anderem die ihrer Meinung nach einhundert besten Filme, Serien und Dokumentationen benannt.

Zu diesen sind dann jeweils noch ausführliche Hintergrundinformationen zu lesen. Ergänzt wird das Sonderheft zudem durch News aus dem Amazon Prime Video Kosmos und Interviews mit bekannten Schauspielern. So spricht beispielsweise Matthias Schweighöfer über die exklusiv für den Streaminganbieter produzierte Serie „You are wanted“.

Die Auflage liegt bei 50.000 Exemplaren

Insgesamt wird die Sonderausgabe der Cinema 164 Seiten umfassen und in einer Auflage von 50.000 Exemplaren produziert.

Der Verkaufspreis am Kiosk beträgt 6,90 Euro. Alle Mitglieder von Amazon Prime können das Heft zudem ab April kostenlos auf dem Kindle lesen. Eigenen Angaben zufolge ist es das deutschlandweit erste Magazin, das einen fachlich fundierten Programmführer für die Angebote eines internationalen Streamingdienstes bietet.

In der Vergangenheit hatte es zudem bereits einige Sonderveröffentlichungen im Bereich des Videostreamings gegeben. Diese hatten sich aber nicht so intensiv mit den Inhalten eines einzelnen Anbieters befasst. Die nun veröffentlichte Ausgabe zu Amazon Prime Video stellt somit eine Premiere auf dem deutschen Zeitungsmarkt dar.

Die Inhalte wurden von der Fachredaktion erstellt

Möglich wurde die Produktion des Magazins durch eine Kooperation mit Amazon. Wie genau diese aussieht, wurde von beiden Seiten nicht näher kommuniziert.

Den Angaben von Hubert Burda Media zufolge verlief die Kooperation aber erfolgreich. Zudem betonte der Verlag, dass für die Inhalte alleine die Redaktion rund um Chefredakteur Artur Jung verantwortlich war.

Amazon Prime Video konnte also keinen Einfluss darauf nehmen, welche Inhalte im Heft präsentiert werden. Dennoch ist die Aufmachung des Magazins so gestaltet, dass das Angebot des Streaminganbieters tendenziell eher in einem positiven Licht erscheint.

Cinema kämpft seit Jahren mit einem Leserschwund

Interessant ist die Kooperation zwischen Amazon Prime Video und Hubert Burda Media aber vor allem, weil mit Amazon eines der ganz großen Online-Unternehmen offensichtlich noch an die Reichweite von Print Medien glaubt.

Allerdings hatte auch die Cinema in den letzten Jahren mit einem massive Leserschwund zu kämpfen. So lag die monatliche Auflage Ende der 1990er Jahre noch bei deutlich über 200.000 Exemplaren.

Inzwischen kommen die monatlich erscheinenden Hefte nur noch auf eine Auflage von unter 80.000.

Neben den klassischen Kinofilmen rückten daher in den letzten Jahren verstärkt auch Themen wie DVDs und Videostreaming in den Fokus des Fachmagazins.

Amaon-Chef Jeff Bezos ist ohnehin ein Fan der Printmedien: Ihm gehört die renommierte Washington Post.

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