Bundesligarechte gehen an DAZN – Eurosport und die Folgen für die Moderatoren

Eigentlich ist es ja nicht üblich Übertragungsrechte an einem Ereignis zu verkaufen, dass in der Regel Millionen Menschen vor dem Fernseher fesselt. Allerdings scheint Eurosport dies anders zu sehen, denn der Sender hat nun sein Rechte an eben genau diesem Format an DAZN verkauft.

Zudem plant der größte europäische Sportsender, sein Angebot, um die Bundesliga vollkommen einzustampfen. Hierzu gehören auch Live-Formate wie beliebte Spiel- und Talk-Shows.

In diesem Zusammenhang ist somit auch die Zukunft vieler Moderatoren unklar, die bisher für diese Sendungen vor der Kamera standen.

Doch auch bei den Usern regt sich Unmut, denn DAZN hat den Erwerb der Übertragungsrechte an eine eher fragwürdige Geschäftspraktik gebunden.

Entscheidung mit Folgen

Ob die aktuelle Entscheidung von Eurosport als überlegt bezeichnet werden kann, bleibt wohl reine Ansichtssache. Doch ändern lässt sich an alle dem nichts mehr, denn die Rechte an der Übertragung der Bundesliga wurden in vollem Umfang an den Online-Streaming-Dienst DAZN verkauft.

Der Schritt kam für einige Kunden mehr als überraschend, denn bisher war es selbstverständlich, dass hier die entsprechenden Spiele gezeigt werden. Nun können alle Partien nur noch bei DAZN gesehen werden, was den jetzigen Abonnenten natürlich gefallen dürfte.

Eurosport räumt den Nutzern seines Players Abonnements in diesem Zusammenhang ein spezielles Sonderkündigungsrecht ein. Allerdings arbeitet man Gerüchten zufolge auch an einer Lösung, die es den Vertragskunden ermöglichen soll, weiterhin die Spiele zu verfolgen.

Zwischenzeitlich ergeben sich aber auch intern viele Veränderungen. Durch den Wegfall der Übertragungsrechte wird das gesamte Programm rund um die Bundesliga zu den Akten gelegt.

Sendungen wir „Mann gegen Mann – Das Bundesliga-Duell“ und „#TGIM Stream Team“ wird es nun nicht mehr geben.

In beiden Formaten wurden umfangreiche Diskussionen über die Spiele des vergangenen Wochenendes geführt. Diese Sendeplätze sollen nun mit neuen Programmen gefüllt werden.

Moderatoren betroffen

Auch die Moderatoren der angesprochenen Sendungen sind von den Änderungen betroffen. So beispielsweise Wolfgang Nadvornik, der schon seit langem durch die Sendung Mann gegen Mann führte. Ebenso trifft dies auf Anna Kraft zu, welche erst im letzten Jahr von ZDF zu Eurosport gewechselt hatte.

Nun ist die Zukunft der 33-jährigen ungewiss, wenngleich ihr Verbleib beim Sender aber nicht zur Debatte stehen soll.

Aus internen Kreisen hieß es, dass es schließlich noch weitere Sportformate gebe und somit die Moderation von anderen Live-Events möglich wäre. Die personellen Fragen durch die anstehenden Veränderungen, werden allerdings erst in den nächsten Monaten wirklich geklärt werden können.

Ärger im Paradies

Doch wer nun glaubt, dass DAZN das absolute Fußballparadies sei, der irrt leider. Der Streaming-Dienst zog sich bereits den Unmut der User zu, denn kurz nachdem das Geschäft abgeschlossen war, wurde eine mehr als fragwürdige Mail versandt.

Kaum waren die Rechte im eigenen Haus verankert, erhöhte der Dienst die Gebühren von derzeit 9,99 Euro im Monat auf 11,99 Euro. Ab August soll es dann auch ein jährliches Paket geben, welches für 119,99 Euro zu haben sein wird. Dieses Vorgehen brachte DAZN nicht nur harsche Kritik ein, sondern führte auch dazu, dass einige User ihre Konsequenzen zogen und kündigten.

Zudem wurde bemängelt, dass keine Spartenangebote zur Verfügung stehen würden.

Bei solchen Modellen bestünde immerhin die Möglichkeit, das die User selbst über zusätzliche Kosten entscheiden könnten. Die Erhöhung der Gebühren sei auch nicht gerechtfertigt, denn zwar würde nun die Bundesliga übertragen werden, dafür sei aber die englische Premiere League aus dem Programm gefallen.

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