Dank Gigabit: Bochum füllt altes Opel-Gelände mit neuem Leben

Ruhrgebiet

Bereits vor einiger Zeit wurde in der Ruhrgebietsstadt Bochum ein deutschlandweit einmaliges Projekt verkündet. Die Stadtwerke Bochum und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia wollen dort die erste Gigabit-Stadt des Landes entstehen lassen.

Konkret bedeutet dies: So viele Privathaushalte und Unternehmen wie möglich sollen an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde sollen dann flächendeckend verfügbar sein. Für Privathaushalte ist dies natürlich eine erfreuliche Entwicklung.

Noch wichtiger aber: Die Stadt gewinnt dadurch auch einen enormen Standortvorteil bei der Anwerbung neuer Unternehmen. Einen ersten großen Erfolg in diesem Zusammenhang konnte nun bei der Vermarktung der Flächen des ehemaligen Opel-Werks verkündet werden.

Unitymedia sorgt in Bochum für schnelles Internet

Der High-Tech-Dienstleister Dekra hat insgesamt 16.000 Quadratmeter des Areals erworben. Zusammen mit einem zweiten Investor – dessen Namen bisher noch nicht öffentlich bekannt gegeben wurde – sollen 500 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Dies gab die Bochum Perspektive 2022 GmbH bekannt. Der erste Bauabschnitt des Gebiets wurde damit deutlich vor dem eigentlichen Zeitplan bereits komplett verkauft. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch brachte diesen Erfolg in direkten Zusammenhang mit dem von Unitymedia betriebenen Ausbau des Glasfasernetzes: „Schnelles Internet ist der Standortfaktor der Zukunft.“

Es ist daher auch kein Zufall, dass die Grundstücke Ende nächsten Jahres übergeben werden sollen. Denn dann soll auch der Ausbau zur Gigabit-Stadt abgeschlossen sein.

Die Vermarktung des Areals soll neue Perspektiven eröffnen

Was genau die Dekra auf dem Gelände vorhat, will das Unternehmen allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Geplant ist, dass das Areal zu einem neuen Wissensstandort mitten in Bochum werden soll.

Eine sichere und schnelle Internetverbindung ist dafür eine grundlegende Voraussetzung. Von Anfang an wurde daher auch mit dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia zusammen gearbeitet, um das Gebiet mit der neuesten Glasfasertechnik zu versorgen.

Die Vermarktung des Areals soll zudem dabei helfen, mit dem Kapitel Opel abzuschließen und neue Perspektiven zu eröffnen. Deshalb wird offiziell auch nicht mehr von dem ehemaligen Opel-Areal gesprochen, sondern von MARK 51°7. Zeitnah soll nun mit der Vermarktung des zweiten Bauabschnitts begonnen werden.

Aus einer Zeche wurde eine Autofabrik

Ursprünglich befand sich auf dem Gelände eine Zeche der Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Diese musste im Rahmen der Kohlekrise allerdings schließen.

Um die dadurch wegfallenden Arbeitsplätze zu ersetzen, wurde mit General Motors die Ansiedlung eines Opel-Werks vereinbart. Insgesamt investierte Bochum mehr als sechs Millionen Mark, um den Strukturwandel zu gestalten.

Im Sommer 1963 lief schließlich das erste Auto vom Band. 51 Jahre später war die Autoproduktion in Bochum wieder Geschichte und es wurde mit dem Rückbau der Fabrik begonnen.

Die Bochum Perspektive 2022 GmbH hat schließlich die Aufgabe übernommen, nach neuen Investoren zu suchen. Im Idealfall ersetzen diese dann langfristig zumindest teilweise die verloren gegangenen Jobs in der Autoproduktion.

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