Ausfall des Internetknotens DE-CIX sorgt für Störungen im 1&1 Netz

Der Ausfall des Internetknotens DE-CIX in Frankfurt am Main sorgt bis heute für Störungen im Netz von 1&1.

Auch fast zwei Tage nach den Systemfehlern können einige Regionen immer noch nicht mit vollem Zugang versorgt werden. Entsprechende Nachrichten hierzu veröffentliche der Dienstleister aus Montabaur auf Twitter.

Der Knoten, der die Welt bedeutet

Das Internet ist dezentral und kann von niemanden kontrolliert werden. Doch so ganz ist dies nicht die Wahrheit, denn es gibt einige Knotenpunkte auf der Erde, an denen die Systeme unterschiedlicher Anbieter zusammenlaufen und an welchem massive Datenmengen kanalisiert werden.

Der Größte von ihnen ist DE-CIX in Frankfurt am Main. Weltweit laufen durch diese Verbindungsstelle die meisten Daten.

Genau hier kam es in der Nacht vom 09. auf den 10. April zu einem folgenschweren Stromausfall. Dieser verursachte, dass viele Datenpakete nicht mehr korrekt weitergeleitet wurden. Die Folge war ein weiträumiger Ausfall des Internets oder aber die Tatsache, dass unzählige Seiten nicht mehr oder nur sehr langsam aufgerufen werden konnten.

Zwar ist das Problem im Knoten selber inzwischen gelöst, doch die Folgen spüren die Dienstleister immer noch.

1&1 vermeldet weitere Störungen über Twitter

Auch heute noch, fast zweit Tage nach dem Ausfall, können auf der Twitter-Seite von 1&1 weitere Berichte über Störungen verfolgt werden. Betroffen ist derzeit immer noch der Großraum um Köln, sowie vereinzelte Gebiete, in denen bisher keine Seiten im Netz erreicht werden können. Derzeit läuft bei 1&1 der Entstörungsprozess auf Hochtouren.

Wann letztlich alle Kunden wieder über Internet verfügen werden, kann zwischenzeitlich noch nicht gesagt werden.

Der Ausfall des Knotens zog weitere Systemzusammenbrüche nach sich, sodass bisher nicht klar ist, wann die Infrastruktur wieder korrekt arbeiten wird. 1&1 versicherte seinen Kunden aber, dass man mit Hochdruck an dem Problem arbeiten würde.

Zwischenzeitlich gab es aus den betroffenen Regionen auch die ersten Meldungen, das die Verbindungen wieder korrekt arbeiten würden. Dabei kann von einer hohen Transparenz gesprochen werden, denn der Anbieter informierte umgehend über das bestehende Problem und stellt auch aktuelle Informationen über den derzeitigen Status zur Verfügung.

Schwachstellen beseitigen

Das Versagen des Knotens offenbarte Schwachstellen im System, die immer wieder zu einem großräumigen Ausfall führen könnten.

Daher hat vor allem 1&1 diese Situation genutzt, um Pläne für die Zukunft zu machen. Resultat dieser könnten Konzepte sein, die in Zukunft eine schnellere Entstörung und eine deutlich effektivere Fehlersuche erlauben. Dass schon jetzt konsequent gehandelt wird, zeigt die Geschwindigkeit mit, der die Störung in manchen Regionen beseitigt wurde.

Waren manche Anbieter noch außer Gefecht gesetzt, konnte das Unternehmen aus Montabaur schon wenige Stunden nach dem Stromausfall wieder begrenzten Zugang zum Netz anbieten.

Die derzeitigen Probleme gehen dabei auf sekundäre Störungen zurück, die durch den Stromausfall verursacht wurden. In den letzten Stunden schien sich die Lage aber deutlich zu entspannen.

Keine Konsequenzen für Betreiber

Der Ausfall der Knotens wird wohl keine Konsequenzen für die Betreiber haben. Da es sich um eine Störung handelte, die so nicht vorausgesehen werden konnte, befindet sich das Unternehmen nicht in der Haftung. Dennoch gibt es Kritik, denn anscheinend haben die Notstromsysteme nicht wie erwartet reagiert.

Allerdings gingen während des Ausfalls sehr viele Daten verloren. Diese erreichten entweder nie ihren Empfänger oder wurden erst mit erheblicher Verspätung zugestellt. Ob es hier von Seiten verschiedener Unternehmen entsprechende Klagen geben wird und gegen wen diese sich richten, bleibt derzeit noch offen.

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