5G Auktion – Aktueller Stand nach 51 Gebotsrunden

Es darf weiterhin spekuliert werden, auf welchen Niveau letztendlich die Gebote für die neuen 5G Frequenzen enden werden.

Doch am heutigen Montag gab es eine überraschende Wendung, mit welcher auch Experten so nicht gerechnet hätten.

Aktuell gab es einen Führungswechsel, bei den Höchstgeboten und auch die Gesamtsumme hat sich nochmals deutlich noch oben korrigiert.

Der Spitzenreiter

Mit dem Ende der 51. Gebotsrunde bei den laufenden 5G Versteigerungen gab es einen klaren Wechsel in der Führung. Mit einem Gesamtgebot von 211,196 Millionen Euro, ist nun die O2 Telefonica der stärkste Bieter aller vertretenen Konzerne.

Bereits in Runde 49 zeichnete sich ein entsprechendes Bild ab, denn hier stieg das Unternehmen plötzlich mit 200,502 Millionen Euro in den Gebotsprozess ein. Dieser Schritt hat drastische Auswirkungen, denn 1&1 Drillisch büßte die Führung ein und befindet sich nun auf dem zweiten Rang, mit einem Gebot von immerhin 186,014 Millionen Euro.

Besonders für Vodafone dürfte der plötzliche Vorstoß von Telefonica ein kleiner Schock gewesen sein, denn mit einem dritten Platz bei einem Gebot von 179,789 Millionen Euro, hätte man hier wohl nicht gerechnet.

Dies reduziert die Anteile doch erheblich, was dem wohl bedeutendsten Anbieter auf dem deutschen Markt, in arge Bedrängnis bringen dürfte. Doch auch die Telekom hat den Abstand nun deutlich reduziert und befindet sich mit 148,347 Millionen Euro zwar auf dem vierten Rang, allerdings mit einem sehr geringen Abstand zu Vodafone.

Gesamtgebote übersteigen Dreiviertel Milliarde

Inzwischen übersteigt auch die Summe der Gesamtgebote die Dreiviertel Milliarde Grenze und liegt derzeit bei 730,3 Millionen Euro.

Da ein Ende des Preiskampfes – vor allem zwischen den beiden führenden Unternehmen Drillisch und Telefonica noch nicht in Sicht ist – kann davon ausgegangen werden, dass auch der Wert von einer Milliarde, nun sehr schnell fallen wird. Bereits für den morgigen Tag wird damit gerechnet.

Kein Ausstieg von Drillisch

Am Wochenende wurde zudem heftig über einen möglichen Ausstieg von 1&1 Drillisch spekuliert. Dies war dem Umstand geschuldet, dass am Freitag in der letzten Gebotsrunde, die drei Konkurrenten deutlich mit ihren Geboten an dem Neuling vorbeizogen.

Dies war auch ein klares Zeichen an die United Internet Tochter, dass man sich in keinem Fall die sprichwörtliche Butter vom Brot nehmen lassen werde. So hielt das Unternehmen kurzzeitig nur noch die Höchstgebote auf 5 der insgesamt 41 Frequenzblöcke.

Von einem Ausstieg kann nun allerdings nicht mehr die Rede sein, denn Drillisch meldete sich finanzstark zurück und erhöhte am Montag als erster das Gebot um weitere 20 Millionen Euro. Somit sind Theorien über einen Rückzug vorläufig ausgeräumt.

Mehrere Wochen angesetzt

Schon zu diesem Zeitpunkt setzen Experten die Laufzeit der Auktionen noch auf mehrere Wochen an. Da weder die Telekom noch Vodafone sich mit ihrem jetzigen Platz zufriedengeben werden, kann davon ausgegangen werden, dass diese ihre Gebote nochmals deutlich erhöhen werden. Allerdings ist 1&1 Drillisch auf die Frequenzen oder zumindest einen erheblichen Anteil daran angewiesen, wenn der Konzern auch über das Jahr 2021 hinaus weiter Mobilfunkdienste anbieten will.

Mit Hinblick auf den auslaufenden Vertrag zwischen Drillisch und Telefonica, könnte dies auch ein Grund sein, warum das Unternehmen zu welchem der Anbieter o2 gehört, nun mit deutlichen höheren Summen als zu Anfang spielt. Hier soll eventuell verhindert werden, dass der einstmalige Partner nun zu einer Größe heranwächst, die auf dem Markt potenziell Kunden kosten könnte.

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