Der Preissturz – Unitymedia passt Kosten auf Vodafone Niveau an

Die Fusion von Vodafone und Unitymedia ist noch gar nicht so lange her und schon wachsen die beiden Konzerne immer enger zusammen.

Dies sich zeigt sich nun auch am Preisniveau, denn die monatlichen Beträge fallen im Gigabit-Bereich deutlich. Davon profitieren nicht nur Neukunden, auch die Bestandskunden können in den neuen Tarif wechseln und zahlen somit lediglich die Abschläge, die sie bei einem vergleichbaren Angebot bei Vodafone entrichten würden.

Von der momentan laufenden Umstellung sind alle Double- und Tripple-Play-Angebote betroffen. Dabei werden auch die Vergünstigungen des neuen Mutterkonzerns in das eigene Programm integriert, sodass hier in den ersten zwölf Monaten der Vertragslaufzeit, kräftig gespart werden kann.

Neue Zeiten

In der Welt der Unitymedia-Kunden brechen neue Zeiten an. Als Beispiel kann hier der 2play Fly 1000 Tarif genannt werden.

Dieser wurde zu Liberty Global Zeiten für rund 99,99 Euro vertrieben. Nun sinkt der Grundtarif auf geradezu himmlische 69,99 Euro pro Monat ab. Dabei profitieren aller Nutzer dann auch vom Einstiegsbonus, denn in den ersten zwölf Monaten ist das Paket für nun 19,99 Euro zu haben. Früher undenkbar, nun aber auch in der Welt von Unitymedia unfassbare Realität.

Das Gleiche zeigt sich beim 3play Angebot, welches zudem Fernsehen enthält.

Hier liegt der Grundpreis in den ersten 12 Monaten nun bei 29,99 Euro und erhöht sich dann auf 79,99 Euro für den Rest der Laufzeit. Hier müssen sich die Kunden allerdings nicht all zu sehr umstellen, denn die zusätzlichen 10 Euro waren auch schon bei Unitymedia Pflicht. Insgesamt betrachtet zeigen diese Schritte, dass Vodafone deutlich dazu tendiert, die Marke Unitymedia langfristig vom Markt zu nehmen.

Somit können sich die Kunden wohl darauf einstellen, dass es bald nur noch einen Anbieter geben wird, der dann unter dem roten V seine Produkte feilbietet.

Günstige Konditionen auch für Bestandskunden

Von der neuen Struktur dürfen dann – wie erwähnt – auch die Bestandskunden von Unitymedia profitieren. So kann jeder die Vorteile eines günstigen Basispreises in den ersten zwölf Monaten genießen, wenn er im Gegenzug dazu bereit ist, eine neue Vertragslaufzeit von 24 Monaten zu akzeptieren.

Allerdings erhalten diese dann nicht die Einsteigerpreise, sondern es müssen die regulären Tarifsummen gezahlt werden. Immerhin stellt dies noch eine Ersparnis von rund 30 Euro gegenüber den alten Unitymedia-Verträgen dar. Somit handelt es sich um eine Offerte, die wohl von den meisten Nutzern in Anspruch genommen werden wird.

Wechsler erhalten zudem ein neues Modem – die Vodafone Station – welche dann auch den aktuellen DOCSIS 3.1 Standard unterstützt. Somit geht das Unternehmen aus Düsseldorf auch hier einen bedeutenden Schritt, denn die bisher verwendete Connect Box wird vollständig eingemottet und langfristig vom Markt verschwinden.

Auch hier zeigt sich deutlich, dass Vodafone auf lange Sicht die Altlasten abwerfen möchte.

Ein Blick in die Zukunft

Derzeit versorgt Vodafone rund 11,2 Millionen Haushalte mit Gigabitanschlüssen. Bis zum Ende des Jahres 2022 soll sich die Zahl auf rund 25 Millionen erhöhen.

Dabei möchte das Unternehmen diese Anbindungen vor allem unter der eigenen Marke vertreiben, denn letztlich soll Vodafone als Triebfeder dieser Entwicklung genannt werden. Zudem beendet die Übernahme von Unitymedia auch ein weiteres Thema in der Geschichte beider Konzerne.

Die Konkurrenz um das beste Kabelnetz hat nun ein Ende, denn jetzt übernimmt ein Grundversorger die Anbindung aller Haushalte in der Republik, mit Ausnahme einiger lokaler Provider.

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