Die Röhre vor dem Ende – Vodafone weist Kunden auf dringende Umstellung hin

Die gute Röhre – so wurde das Fernsehen über eine lange Zeit bezeichnet – denn alle Geräte besaßen die sogenannte Katodenstrahlröhre, welche letztendlich das Bild auf die Mattscheibe zauberte. Heute scheint diese Technik bereits antiquiert, wenn man sich die ultraflachen Geräte anschaut, die mittlerweile vertrieben werden.

Doch anscheinend gibt es immer noch Menschen, die genau diese Modelle verwenden, um die große weite Welt des Fernsehens in die eigenen Wohnzimmer zu bringen.

Nun warnt der Netzbetreiber Vodafone, die Einwohner der Mecklenburgischen Schweiz, dass eine Umstellung dringend geboten ist, wenn der Bildschirm nicht bald leer bleiben soll.

Abschied von Analog

Es ist ein Abschied für immer, denn ein Zurück wird es nicht geben. Das Analoge Kabelfernsehen weicht den digitalen Standards und damit müssen auch alle Endgeräte diese nun zwangsläufig erfüllen. Doch gerade in Gebieten wie der Mecklenburgischen Schweiz und auch anderen Regionen, haben die Menschen dies bisher anders gesehen.

Insgesamt wird geschätzt, dass noch 10 Prozent aller Deutschen mit einem normalen Röhrenfernseher der direkt an den Kabelanschluss angebunden ist, das TV-Signal ins Haus holen. Mit der Abschaltung dieses Übertragungskanals entfällt aber diese Option vollständig, denn Röhrengeräte sind nicht in der Lage, das digitale Signal zu dekodieren.

Da bis zum Ende des laufenden Jahres nun das gesamte Kabelnetz von Vodafone auf digital umgestellt werden soll, warnt der Anbieter dringend seine Kunden, den Anschluss nicht zu verlieren. Auch in Mecklenburg-Vorpommern – hier vor allem in den ländlichen Gebieten – besitzen viele Menschen noch einen normalen Röhrenfernseher.

Vor allem ältere Personen sind betroffen, bei denen die Umstellung auf neue Technologien entweder gar nicht oder nur sehr langsam erfolgt.

Abhilfe für ein sauberes Bild

Natürlich bedeutet dies nun nicht, dass der Anbieter gar keine dekodierbaren Signale für Röhrenfernseher mehr zur Verfügung stellt. Diese Geräte können auch weiterhin genutzt werden, wenn zwischen dem Anschluss und ihnen ein entsprechender digitaler Kabelreceiver geschaltet wurde.

Allerdings ist auch dies laut einer Analyse noch bei vielen der betroffenen Haushalte nicht der Fall. Wer gleich alle modernen Standards nutzen will, dem wird geraten, direkt auf einen aktuellen Smart-TV oder einen einfachen Flat umzustellen.

Personen die diesen Schritt bereits vollzogen haben, werden von der Veränderung im Übrigen nichts mitbekommen. Da alle Fernseher dieser Art unweigerlich digitale Signale empfangen können, läuft hier einfach alles so weiter, als wäre niemals etwas geschehen.

Viele Baustellen

Auch wenn 10 Prozent eine eher geringe Summe zu sein scheint, überrascht es Anbieter wie Vodafone doch, dass noch so viele Menschen nicht die Umstellung auf digital vollzogen haben. Immerhin sind noch mehr als 800.000 Einwohner bundesweit betroffen, wobei aber geschätzt wird, dass die Dunkelziffer noch höher liegt.

Als Grund dafür sieht man die rasant voranschreitende Technik, mit welcher vor allem Personen in einem sehr fortgeschrittenen Lebensalter nicht mehr mithalten können. Für viele sind Begriffe aus der Fernsehwelt wie HDMI oder DVB-S Böhmische Dörfer, zu denen sie absolut keinen Bezug haben.

Somit wird in diesem Zusammenhang eher auf althergebrachte Technik gesetzt, mit denen sich die Nutzer schon seit Jahrzehnten auskennen. Vodafone möchte aber weiße Flecken auf der Karte vermeiden, weshalb der Konzern selbst eine Informationsseite betreibt, auf welcher alle wesentlichen Fakten zur Umstellung auf reinen Digitalempfang nachgelesen werden können.

Schätzungen gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren die Volldigitalisierung erreicht werden wird.

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