Connect Test 2019 – Gewinner und Gewinner

Es ist wieder so weit – der Connect Test kürt die diesjährigen Sieger in den Reihen der Breitbandanbieter. Der Test ist mittlerweile zu einem Branchenstandard geworden, an dem sich ein Unternehmen messen lassen muss.

Doch auch die Tester selbst feiern 2019 ihr zehnjähriges Bestehen und somit sind die Auswertungen besonders genau ausgefallen, denn schließlich möchte man die Leser auch für all die Jahre der Treue beschenken.

Dabei könnten die Ergebnisse nicht enger zusammenliegen, sodass es quasi keine Verlierer gibt.

Ein Blick auf die aktuellen Größen der Branche und was die Nutzer bei diesem oder jenem Provider erwartet.

Der neue König

Auf den aktuellen Connect Test haben schon viele User gewartet, bildet dieser doch meist den Grundstein dafür, ob eine Entscheidung zum Wechseln des Internet-Providers getroffen wird, oder nicht.

Am 02. Juli war es endlich so weit und Connect veröffentlichte zusammen mit Zafaco die aktuellen Ergebnisse. Der Test unterteilt sich dabei in fünf Kategorien, anhand derer sich die Anbieter der entsprechenden Leistungen messen lassen müssen.

Im Mittelpunkt steht natürlich die Datenübertragung, denn ein schneller Down- und Upload sind heute Pflicht. Aber auch Eckpfeiler wie Web-Services, Sprachübertragung und Web-TV stehen auf dem Programm, denn sie sind aus der heutigen Internetwelt nicht mehr wegzudenken.

Dabei gibt es nun einen neuen König auf dem Thron des Internet-Olymps. Mit stolzen 893 von insgesamt 1.000 Punkten, stieß das Kabelunternehmen Unitymedia nun die Telekom von diesem Podest, die zwar mit 879 Punkten dem neuen Anführer dicht auf den Fersen ist, aber dennoch einiges nachzuholen hat.

Besonders im Bereich High-Speed Internet zog Unitymedia, der eventuell kurz vor der Übernahme durch Vodafone steht, dem ehemaligen Staatskonzern davon. Auch in der Telefonie konnte sich Unitymedia deutlich nach vorne schieben und überholte in der Qualität der Gespräche zum ersten Mal Anbieter wie 1&1 und die Telekom.

Keine Verlierer

Dennoch gibt es im diesjährigen Connect Test keine wirklichen Verlierer. So liegt die Telekom mit den bereits erwähnten 879 Punkten sehr dicht hinter Unitymedia. Vor allem der Sektor Web TV fiel hier sehr durchwachsen aus, denn aufgrund der deutlich geringeren Bandbreiten im DSL-Netz, ist die Qualität nicht mit denen der Angebote von Unitymedia zu vergleichen.

Auch im Crowdsourcing ist die Telekom eher das Mittelmaß, sodass an dieser Stelle dringend nachgebessert werden muss.

Unter den Big Playern befindet sich auch 1&1. Das Unternehmen der Drillisch AG konnte sich auf einen guten dritten Platz schieben und liegt mit 872 Punkten nur 7 Punkte hinter der Telekom zurück. Gelobt wurde vor allem die Performance in allen Bereichen des Netzes.

Allerdings lassen die Web-Services zu wünschen übrig, was den Abfall hinter die Telekom erklärt. Mit einigen Nachbesserungen könnte sich der Provider allerdings schon bald vor die Telekom schieben und diese auf den dritten Platz der Rangliste verweisen.

Etwas abgeschlagen, mit 850 Punkten findet man O2, die besonders bei der Geschwindigkeit deutliche Punkte verlieren, dafür aber im Telefonsektor punkten können. Eine Überraschung stellt Vodafone dar, denn der vierte große Mitbewerber schaffte es nur auf den letzten Rang, mit 808 von möglichen 1.000 Punkten.

Grund: Ein mangelnder Service, der hier besonders schlecht bewertet wurde.

Im Kleinen wie im Großen

Doch auch im Kleinen ist der Connect Test genauso vertreten wie bei den großen der Branche. Die Rede ist hier von den lokalen Anbietern, die mit einem Marktanteil von weniger als zwei Prozent aufwarten können. Der Dienstleister M-Net belegte dabei schon zum vierten Mal in Folge den ersten Rang.

Zwei VDSL- und zwei Glasfaserangebote machten es möglich, wobei das Unternehmen 885 Punkte erzielte. Besonders in den Datenmessungen kommt das keine Unternehmen auf die gleichen Werte wie die großen Anbieter, sodass dies ein wesentlicher Aspekt für eine Tarifauswahl ist.

EWE hingegen wird nur als moderat bei den Datendurchsätzen betitelt, wobei auch die Webservices zu wünschen übrig lassen. Allerdings kommt man auch hier noch auf stolze 829 Punkte und belegt somit den zweiten Rang. Besonders stolz können die Betreiber dabei auf die Telefonie sein, denn hier siegte man auf ganzer Linie.

NetCologne kommt auf den dritten Platz, wobei das Highspeed-Internet eher durchschnittlich ausfällt, dafür aber die Crouwdsourcing-Werte auf sehr gut stehen.

Runder Geburtstag

Neben den schon lange erwarteten Testergebnissen gibt es aber auch für die Tester selbst etwas zu feiern. Seit nun mehr als zehn Jahren hat man sich mit dem Connect Test zu einem wesentlichen Standard in der Branche entwickelt.

Die großen Unternehmen bereiten sich gar auf diesen Test vor und kämpfen um jeden einzelnen Punkt. Dies zeigt die Bedeutung, die Connect inzwischen gewonnen hat. Der Test gilt als repräsentativ und die Ergebnisse werden auch gerne in Vergleichen als Grundlage für die Auswertung herangezogen.

In diesem Sinne darf herzlich gratuliert und viel Erfolg für die nächsten zehn Jahre gewünscht werden.

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