5G ist rund – Erstes Stadion mit neuer Mobilfunktechnik ausgerüstet

Nun ist es auch im Sport soweit. Der neue Mobilfunkstandard 5G hat die Wettkampfarenen der Nation erreicht, so zumindest die Volkswagen Arena in Wolfsburg.

Hier hat der DFL in Zusammenarbeit mit Vodafone für rund 60 Prozent an erhöhten Kapazitäten im 5G Netz gesorgt. Durch diesen Umstand standen den Zuschauern nun umfangreiche Spieledaten in digitaler Form zur Verfügung.

Eine spezielle Live-App sorgte zudem dafür, dass viele Positionsdaten als 3D Grafik direkt auf den Bildschirmen der Nutzer erschienen.

Dies läutet eine neue Ära in der Geschichte des Sports ein, denn noch nie zu vor konnten die Besucher im Stadion, so hautnah mit dabei sein. Dabei stellt dies erst den Anfang der Möglichkeiten dar.

Zwei Welten

Das Stadion brodelt, die Stimmung wird immer aufgeheizter, die Stürmer preschen nach vorn, es wird zum Schuss angesetzt, er schießt… so kennt man in etwa die Berichterstattung aus dem Stadion, wenn eine Partie der Bundesliga im Fernsehen übertragen wird.

Doch nun kann das Kommentar, die kleinen aber bedeutenden Informationen, auch direkt vor Ort erhalten werden. Dies sogar noch ausgefeilter, als es jede Fernsehübertragung ermöglichen würde.

Zumindest wenn man sich in der Volkswagen Arena in Wolfsburg aufhält. Bei dieser handelt es sich nämlich um das einzige Stadion auf der ganzen Welt, in welchen mittlerweile der neue Funkstandard 5G zur Verfügung steht. Dies erlaubt es den Veranstaltern im Rahmen der Argumented Reality, eine ganze neue Spielerfahrung zu realisieren.

Das Prinzip ist einfach. Der Zuschauer betritt das Stadion mit einem 5G-fähigem Smartphone und lädt sich die Echtzeit-App der DFL und von Vodafone herunter.

Nun muss die Kamera nur noch auf den Rasen ausgerichtet werden und schon erscheinen wesentliche Spieldaten, wie Wahrscheinlichkeitsberechnungen, Spielerdaten oder gar überlagernde Animationen direkt auf dem Display. Dies alles in Echtzeit, ohne dass eine Verzögerung auftritt.

Möglich wird dies durch ein eigenes Rechenzentrum im Objekt, welches die Daten an einen 5G Sender weitergibt, der diese im gesamten Tribünenraum verbreitet.

Millionen Daten

Technisch betrachtet wird hier eine unglaubliche Rechenleistung vollbracht. Mehr als 3,6 Millionen Positionsdaten werden simultan erfasst und mit über 1.600 Spielereignissen verknüpft. Möglich macht dies ein neues Trackingsystem, welches eigenes für die Anwendungen von 5G konzipiert wurde.

Die hier ermittelten Werte sind zehn Mal genauer, als dies bisher der Fall war, was auch die Auswertung einer Partie zu spielstatistischen Zwecken deutlich vereinfacht.

Wie wichtig Daten auch für User sind, hat sich bereits in den letzten Jahren abgezeichnet. So wurden immer neue Bildschirmsysteme in den Stadien installiert, denn die Nachfrage nach Spielinformationen stieg kontinuierlich an.

Nun wird mit 5G von Vodafone eine dezentrale Lösung offeriert, die es jedem Nutzer erlaubt, seine eigenen Informationen zu erhalten. Dies koppelt den Zuschauer von der Berichterstattung ab und schafft ein enormes Maß an Freiheit, welches die Gäste der ersten 5G-Partie, dankend annahmen.

Und es geht weiter

Natürlich ist dies nur der Anfang, denn Vodafone plant schon jetzt weitere Stadien mit der neuen Technik zu versehen. Vor allem die großen Arenen sollen zuerst entsprechend umgerüstet werden. Später werden nach dem Willen von Vodafone dann auch kleine Sportstätten von der neuen Technik profitieren können.

Das ganze Vorhaben ist natürlich auch ein marketingtechnischer Schachzug, um 5G weiter populär zu machen. Das dies von Erfolg gekrönt sein könnte, zeigt die bereits erwähnte Reaktion der Nutzer, sodass andere Heimatstadien dieser Entwicklung bald nicht mehr hinterherhinken wollen.

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