Vodafone Kabel Deutschland verkauft jetzt auch Fritzboxen

Lange Jahre waren Kunden gezwungen, einen Router ihres Internetanbieters zu mieten oder zu kaufen. Denn die Firmen hielten die genauen Zugangsdaten geheim, sodass kein anderes Gerät genutzt werden konnte.

Diesem Verhalten hat die Bundesregierung allerdings inzwischen einen Riegel vorgeschoben: Seit August 2016 besteht die sogenannte Routerfreiheit. Seitdem können Kunden den Router ihrer Wahl bei jedem Internetanbieter nutzen.

Allerdings interpretieren die meisten Unternehmen das neue Gesetz so, dass die Regelung nur für Neukunden gilt.

Vodafone Kabel Deutschland bietet neuen DSL-Kunden nun die Möglichkeit, Fritzboxen zu subventionierten Preisen zu kaufen. Bisher konnten diese über Vodafone lediglich geliehen werden und mussten nach Vertragsablauf zurückgegeben werden.

Die Fritzboxen sind günstiger als im Elektrohandel

Begründet wurde dieser Schritt damit, dass sich in den letzten Monaten eine erhebliche Nachfrage nach Kaufroutern im DSL-Bereich gezeigt habe.

Gegenüber den Kaufpreisen im Elektrohandel können die Kunden zudem den ein oder anderen Euro sparen.

So bietet Vodafone bei Abschluss eines neuen DSL-Vertrags die Fritzbox 7490 für 139,90 Euro an. Bei Amazon hingegen müssen dafür stolze 189 Euro gezahlt werden. Die Garantiezeit von 24 Monaten bleibt zudem erhalten. Geht der Router also innerhalb dieser Zeitspanne kaputt, wird er durch einen neuen ersetzt.

Nach Vertragsablauf kann der Kunde die Fritzbox dann behalten – selbst wenn er sich für einen Wechsel des Internetanbieters entscheidet. Ob sich allerdings die Miete oder der Kauf des Routers eher rechnet, hängt vom Einzelfall und dem gebuchten Tarif ab.

Die Routerfreiheit führte zu einer erhöhten Nachfrage

Produziert werden die Fritzboxen von der Firma AVM. Deren Chef hatte auf der diesjährigen CEBIT in Hannover betont, dass die Routerfreiheit zu einer großen Nachfrage geführt habe. So verkaufte AVM im vergangenen Jahr 6,5 Millionen Fritz-Produkte.

Die meisten davon im DSL-Bereich. Allerdings werde pro Monat auch eine fünfstellige Zahl an Kabelroutern im Einzelhandel verkauft, so der Unternehmenschef.

Diese Zahlen sind von Interesse, weil die Netzbetreiber bisher immer behaupteten, die Kunden selbst hätten gar kein Interesse an einem eigenen Router. Zumindest bei Vodafone Kabel Deutschland scheint inzwischen aber ein Umdenken stattgefunden zu haben.

Auch Bestandskunden mit DSL-Vertrag können von dem Angebot profitieren – müssen sich dazu aber an die Hotline des Unternehmens wenden.

Vodafone Kabel Deutschland setzt eher auf das Kabelnetz

Grundsätzlich ist Vodafone Kabel Deutschland allerdings bemüht, DSL-Kunden zu einem Wechsel in das Kabelnetz zu bewegen.

Dies hat einen simplen Grund: Für die DSL-Anschlüsse muss Vodafone Gebühren an die Deutsche Telekom zahlen, das Kabelnetz hat das Unternehmen hingegen in der eigenen Hand. Aber auch die Kunden sollen von einem Wechsel profitieren:

Über das Kabelnetz sollen zukünftig Übertragungsgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich realisiert werden. Außerdem gibt es dort schlicht größere Kapazitäten.

Ein Wechsel ist allerdings nicht für alle Kunden eine Option. Denn zum einen erstreckt sich das Kabelnetz von Vodafone Kabel Deutschland nur über dreizehn Bundesländer und zum anderen besitzt nicht jedes Haus einen Kabelanschluss.

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