Bis zu 500 MBits – 1&1 erweitert Glasfaserkooperation

Glasfaser – dies steht bei allen Experten außer Frage – ist der Kommunikationsstandard der Zukunft. Besonders 1&1 investiert derzeit rege in dieses Gebiet, denn das hauseigene 1&1 Versatel Netz bietet hierzu ideale Möglichkeiten.

Nun hat der Konzern in den letzten Jahren diverse Partnerschaften und Kooperationen geschlossen, sodass entsprechende Anschlüsse auch in netzfremden Regionen geschaltet werden können. Diese erstrecken sich über einen Großteil der Republik, sodass inzwischen viele Nutzer in den Genuss der schnellen Anbindungen kommen.

Waren es bisher die Gigabit-Anschlüsse die im Fokus der Betrachtungen standen, sollen jetzt auch entlegenere Regionen in denen nur Kupferleitungen zur Verfügung stehen, versorgt werden.

Hier können die Kunden dann mit Bandbreiten von bis zu 500 Mbit/s rechnen.

Vortrieb ohne Grenzen

Wenn es eine treibende Kraft im Glasfaserausbau gibt, dann ist der Internetdienstleister 1&1. Spätestens nach der Übernahme des Glasfasernetzes von Versatel mit einer Länger von stolzen 47.000 Kilometern, ist das Unternehmen zum zweitgrößten Anbieter extrem schneller Internetanschlüsse avanciert.

Hinzu kommen unzählige Kooperationen im gesamten Bundesgebiet, durch welche fremde Kabelnetze an das hauseigene System angebunden werden konnten. Dies trifft auch auf die ostbayrische R-KOM zu, in welche 1&1 nun nochmals erheblich investiert, um Kunden erreichen zu können, in deren haushalte noch keine direkten Glasfaseranbindungen führen.

Dabei knackt das Unternehmen zum ersten Mal die Grenze von 500 Mbit/s über Kupferleitungen, denn bisher waren mittels Super-Vectoring lediglich 250 Mbit/s im Bereich des Möglichen.

In den kommenden Monaten sollen weitere 10.000 Haushalte einen Anschluss von 1&1 im Glasfasernetz buchen können. Dabei kommt der Fiber to the Curb Standard (FTTC) zum Einsatz, bei welchem die Glasfaserleitung bis zum zentralen Verteilerkasten führt.

Von hier aus geht es über Kupfer weiter, wobei die Signale so verstärkt werden, dass die Dämpfung nur extrem gering ausfällt. Auf diese Weise können für die Kommunikation die bereits genannten maximalen Bandbreiten erreicht werden. Gerade für jene Gebiete, die 1&1 nun ins Auge gefasst hat, handelt es sich bei dieser Entwicklung um einen enormen Sprung, denn zum Teil lagen hier bisher nur 16 Mbit/s an.

Innovative Plattform

Um die angeführten Geschwindigkeiten zu realisieren und den Endkunden bereitzustellen, greift 1&1 auf eine hauseigene Plattform zurück. Diese wird als Aggregator bezeichnet, welche den Prinzipien des Open Access folgt.

Über eine spezielle Schnittstelle die zu diesem zweck standardisiert wurde, lassen sich somit auch fremde Kabel- und Glasfasernetze mit der eigenen Struktur von Versatel verbinden. Somit entsteht aus den den einzelnenn Netzen letztendliche eine geschlossene Infrastruktur, die es jedem Teilnehmer erlaubt, seine Angebote auch über die Netze fremder Betreiber zu offerieren, wenn diese Ebenfalls mit Aggregator verbunden sind.

1&1 unterhält bereits eine diverse Anzahl an Partnerschaften. Zu den bekanntesten Mitgliedern des neuen Netzwerkes zählen Firmen wie Innogy, NetCologne oder wilhelm.tel.

Doch auch kleine Strukturen rein regional agierender Unternehmen sind inzwischen angebunden, sodass alle auf eine enorme Bandbreite an Kunden zurückgreifen können. Für die Endnutzer bedeutet dies die Freiheit, zwischen vielen verschiedenen Providern wählen zu können. Eine Liberalisierung des Marktes, die auch die zuständigen Kontrollbehörden mehr als freuen wird.

Ein Netz für alle

1&1 möchte seine Zusammenarbeit in Zukunft deutlich ausbauen. Gerade im Hinblick auf die Fusion von Unitymedia mit Vodafone, welche von der EU Kommission bestätigt wurde, möchte man sich als eine Alternative präsentieren.

Ausgeschlossen ist eine Partnerschaft mit dem großen Konkurrenten allerdings nicht, wobei aber eher davon ausgegangen werden darf, dass das neu geschaffene Netz für die meisten Drittanbieter unerreichbar sein wird. Anders bei 1&1, welches seine Infrastruktur für alle geöffnet hat, die bereit sind, den Breitbandausbau der Republik auf eine einfache Art und Weise voranzutreiben.

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