Tele Columbus kündigt für die zweite Jahreshälfte eine neue Endkundenmarke an

Die börsennotierte Tele Columbus AG konnte die Zahl der angeschlossenen Haushalte im vergangenen Jahr weitgehend konstant halten. Wie das Unternehmen bekannt gab, verfügten Ende des Jahres 2016 3,608 Millionen Kunden über einen Kabelvertrag bei Tele Columbus – und damit rund 3.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Mit dazu gezählt werden auch Haushalte, die einen Anschluss bei Primacom oder Pepcom haben. Beide Unternehmen waren 2015 von Tele Columbus übernommen worden und sind inzwischen in den Konzern integriert.

Um zukünftig verstärkt neue Kunden zu gewinnen, hat der Vorstandsvorsitzende Ronny Verhelst für das zweite Halbjahr 2017 die Einführung einer neuen Endkundenmarke angekündigt.

Damit soll dem Kundenwachstum ein neuer Impuls verliehen werden.

Umsatz und Gewinn sind 2016 kräftig gestiegen

Weitere Details zu der geplanten Maßnahme wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben. Stattdessen präsentierte der Konzern seinen vorläufigen Jahresabschluss 2016.

Dieser fiel sehr erfreulich aus. Denn trotz des nur geringen Wachstums an Neukunden konnte der Umsatz des Konzerns signifikant gesteigert werden: Er legte um 3,9 Prozent auf nun 478,7 Millionen Euro zu.

Dies führte zudem zu einem ebenfalls höheren Gewinn. Der Überschuss vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag bei 250,3 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es beim drittgrößten deutschen Kabelanbieter noch 233,8 Millionen Euro. Der Gewinnanstieg lag also bei 7,1 Prozent.

Immer mehr Kunden setzen auch auf Internet von Tele Columbus

Möglich wurde der Umsatzanstieg, weil sich mehr Kunden für einen Internetanschluss von Tele Columbus entschieden.

So lag der Anstieg alleine im vierten Quartal bei netto 20.000 neuen Anschlüssen. Im gesamten Jahr stieg die Anzahl sogar um 58.000. Damit versorgt das Unternehmen inzwischen insgesamt 520.000 Haushalte mit Internet über den Kabelanschluss. In diesem Bereich erwartet der Konzern auch in den nächsten Jahren die größten Wachstumssprünge.

Zukäufe scheinen dabei aber nicht geplant zu sein, stattdessen setzt Tele Columbus auf organisches Wachstum. Vorstandschef Ronny Verhelst nutzte die Vorstellung der Geschäftszahlen dann auch, um noch einmal zu betonen, dass das Unternehmen strategisch auf dem richtigen Weg sein.

Die Aktie reagierte mit einem Kursanstieg

Dies scheinen auch die Börsianer so zu sehen. Denn die im S-Dax notierte Aktie legte im Anschluss an die Verkündung der neuen Zahlen um 3,2 Prozent auf nun 8,235 Euro zu.

Damit hat das Papier in den letzten Monaten einen beachtlichen Aufwärtstrend erfahren: Noch im November vergangenen Jahres notierte die Aktie von Tele Columbus bei unter sieben Euro.

Wer sich damals zum Kauf entschied, kann sich inzwischen über einen Gewinn von fast zwanzig Prozent freuen. Experten sehen zudem auch die Zukunft des Konzerns positiv. Denn die Investitionen in Premium-TV und Internet der letzten Jahre beginnen sich nun langsam auszuzahlen.

Auch im nächsten Jahr sind steigende Umsätze geplant

Auch in diesem Jahr sollen allerdings zwischen 33 und 35 Prozent der Umsätze investiert werden. Zudem erwartet die Unternehmensführung eine weiter konstant bleibende Zahl der angeschlossenen Haushalte.

Bei Umsatz und Gewinn hingegen wurden weitere Steigerungen prognostiziert: So soll der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr im mittleren einstelligen Bereich zulegen. Ein noch stärkerer Anstieg ist beim Gewinn geplant. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen soll dieser um zehn Prozent steigen.

Dazu beitragen soll dann auch die neue Endkundenmarke, die in der zweiten Jahreshälfte im Markt eingeführt werden soll.

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