Neue Software für SKY GO – Das Für und Wider der neuen Technik

Mit SKY GO hat der PAY-TV-Anbieter eine Plattform geschaffen, die jedem Zugang zum Angebot verschafft, unabhängig davon, ob er über einen Satellitenanschluss verfügt oder nicht oder bei einem anderen Anbieter einen entsprechenden Fernseh-Vertrag abgeschlossen hat.

Doch diese Zeiten sollen sich nun wieder ändern, wenngleich die Plattform als Solches natürlich erhalten bleiben wird. Zur Nutzung wird allerdings eine spezielle Software erforderlich sein, die im Vorfeld auf den jeweiligen Geräten installiert werden muss.

Allerdings wird die Anwendung nicht für alle Nutzer zur Verfügung stehen, sodass das Für und Wider dieses Schrittes durchaus zu kontroversen Diskussionen führt.

Ein System für Sicherheit und Stabilität

SKY möchte bis Ende November seine neue Software für die Plattform SKY GO veröffentlichen. Dieser Schritt soll in erster Linie dazu dienen, für mehr Stabilität und eine bessere Übertragungsqualität bei den Angeboten zu sorgen.

Zudem sollen dadurch Browserinkompatibilitäten vermieden werden, denn noch immer unterstützen nicht alle aktuellen Versionen die erforderlichen Standards oder es sind diverse Updates erforderlich. Auf der anderen Seite steht aber auch der Aspekt der Sicherheit, denn durch die Nutzung eines separaten Programmes, können unberechtigte Zugriffe auf die Inhalte besser überwacht und vermieden werden.

All dies erscheint logisch und soll an dieser Stelle auch nicht wirklich Teil der Debatte sein, da auch andere Anbieter auf dem Markt, entsprechende Maßnahmen ergreifen.

In der allgemeinen Nutzerschaft stoßen diese Ideen allerdings eher auf Abneigung. Besonders bei Usern, deren Kenntnisse über PC-Systeme eher beschränkt sind, kann die Installation des entsprechenden Programms durchaus zu Schwierigkeiten führen.

Zudem wird die Nutzung auf einen bestimmten Kreis an Usern beschränkt, denn laut Aussagen von SKY, wird die Software nicht für alle Systeme zur Verfügung stehen. Eine entsprechende Erweiterung ist derzeit auch nicht geplant. Da die Nutzung der Web-Plattform allerdings Ende November eingestellt wird, Muss hier dringend nachgebessert werden, wenn auf lange Sicht keine Kunden verloren gehen sollen.

Linux-User konkret betroffen

Konkret sind von der Umstellung vor allem Linux-Nutzer betroffen. Für keine der derzeit verfügbaren Distributionen wird die neue SKY GO Software veröffentlicht werden.

Waren es vor einigen Jahren nur wenige tausend Personen, die von einer solchen Umstellung betroffen gewesen wären, hat sich die Nutzung von Linux inzwischen in der Gesellschaft etabliert. Daher werden vom momentanen Vorgehen des Anbieters Zehntausende User in Mitleidenschaft gezogen. Diese können das Angebot ab dem ersten Dezember 2018 nicht mehr nutzen.

Die neue Software wird in jedem Fall für alle Windows-Systeme ab Windows 7 zur Verfügung stehen.

Auch Nutzer des aktuellen MAC-Betriebssystems kommen weiterhin in den Genuss der Inhalte von SKY GO. Zudem kann eine entsprechende APP sowohl aus dem Google Playstore als auch aus dem App-Store von Apple bezogen werden. Allerdings gibt es auch in diesem Punkt deutliche Einschränkungen, denn auch diese Anwendungen werden nur für die jeweils aktuellste Version der Betriebssysteme nutzbar sein.

Kleine Offerten

Neben diesen doch erheblichen Einschränkungen offeriert SKY seinen Kunden aber auch einige kleine Offerten. So sollen in Zukunft auch Wiederholungen zum Abruf bereit stehen. Zudem sollen auf allen SKY Q Receivern nun bis zu 25 simultane Downloads möglich sein, die bis zu 30 Tage gespeichert werden können.

Die Aufnahmefunktion kann dabei auch von unterwegs aus genutzt werden. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass der Q-Receiver aktiv ist, denn alle Inhalte werden hier gespeichert. Dafür soll das Ansehen der aufgezeichneten Sendungen dann aber auch ohne Internetverbindung möglich sein. Ob dies die User am Ende zufriedenstellen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

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