Beste Zeiten für die Digitalisierung – Coronavirus treibt technische Entwicklung voran

„Ein Auftrieb für die Digitalisierung“ so bezeichnete die aktuelle Situation Hannes Ametsreiter, seines Zeichens Deutschlandchef des Telekommunikation-Konzerns Vodafone.

Das er damit recht haben könnte, kann auch aus aktuellen Statistiken herausgelesen werden. Allein das Telefonaufkommen in der Republik, ist seit dem Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen um mehr als 50 Prozent gestiegen. Auch beim Datenverkehr sieht es nicht anders aus.

Hier stiegen die Werte um mehr als 40 Prozent an. Das Internet ist ausgelastet wie noch nie und für Telekommunikationskonzerne, scheint nun eine goldene Ära angebrochen zu sein. Die Corona-Pandemie verändert die digitale Welt in einem Maße, dass die bisherigen Vorstellungen aller zu übersteigen scheint.

Investition in neue Möglichkeiten

Neue Erfahrungen, dies ist es, was die Telefonunternehmen rund um die Welt erleben. Vodafone beispielsweise, plant bereits jetzt, das Konzept des Home-Office zu verfeinern, sodass es bald auch in Deutschland normal sein dürfte, seine Tätigkeit aus den eigenen vier Wänden zu verrichten.

Auf dem Virtual Founders Breakfast des Münchner Start-Up-Festivals „Bits & Pretzels“, welches dieses Mal, wie der Name schon verrät, virtuell abgehalten wurde, berichtete Ametsreiter auch von seinen persönlichen Erfahrungen in Zeiten der Pandemie.

Er sei viel Zuhause und koche seinen Kindern nun das Mittagessen. Etwas, was ihm davor durch das gewaltige Pensum an Arbeit, verwehrt geblieben war. Ametsreister bezeichnete dies als eine großartige Erfahrung und möchte, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen in den Genuss, eines ausgewogeneren Familienlebens kommen.

Mit dem Prinzip Home-Office, sie dies ohne weiteres möglich und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gehe ganz neue Wege.

Erhöhte Kapazitäten

Doch auch bei der Netzinfrastruktur dürfte sich einiges ändern. Zwar sind die Kapazitäten noch nicht ausgelastet, allerdings möchte der Konzern aus Düsseldorf, für die Zukunft gewappnet sein. So sollen weitere Netzausbaumaßnahmen erfolgen, wobei ein Hauptaugenmerk auf die Bandbreiten gelegt werden dürfte.

Diese müssen deutlich gesteigert werden, damit auch bei anderen Krisen, die Menschen nicht voneinander und von den dringend benötigten Kommunikationskanälen, abgeschnitten werden. Hierfür gebe es bei Vodafone Konzepte, die nach dem Ende der Krise in die Tat umgesetzt werden sollen.

Neue interaktive Angebote sollen ebenfalls ein Bestandteil, einer veränderten digitalen Gesellschaft werden. Hierbei gehe es in erster Linie um Plattformen, die eine noch einfachere Vernetzung erlauben würden. Das Unternehmen möchte dafür die Basis schaffen und lädt zudem auch Start-Ups dazu ein, sich an Konzepten für diese, zu beteiligen.

Veränderung für die Nutzer

Auch für die Nutzer werde sich bald vieles ändern, davon ist Vodafone überzeugt. Die aktuelle Station gebe genug Anlass, die Digitalisierung der Gesellschaft auf ein neues Niveau zu heben. Entwicklungen müssen nun schnell umgesetzt werden, da bisher nicht absehbar sei, wie lange der aktuelle Zustand noch anhalte, hieß es aus internen Kreisen des Konzerns. Allein dieser Entwicklungszwang trage nun dazu bei, dass auch die Kunden recht schnell profitieren werden.

So geht man bei Vodafone von einer weiteren Steigerung der Bandbreite, auch in den DSL-Netzen aus, die nun recht schnell kommen dürfte. Zudem möchte man auch Strukturen schaffen, die für eine reibungslose Übertragung von Videodaten sorge, sodass Konferenzen oder auch der Video-Chat zwischen Freunden und Verwandten, immer gesichert ist.

Um dies zu verwirklichen möchte man nochmals viel Geld in die Hand nehmen, konkrete Summen, wurden allerdings noch nicht genannt. Man darf also gespannt sein, was nach der Corona-Krise, für ein Wandel einsetzen wird.

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